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Großlandschaft Haardtgebirge
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Waldreiche Mosaiklandschaft
170.02 Stumpfwald
Der Stumpfwald ist die am weitesten nach Norden bis zum Pfrimmtal vorspringende Bastion der Buntsandsteinstufe des Pfälzer Waldes. Im Süden erreichen die Berge Höhen bis 460 m ü.NN (Kieskaut-Berg), im Norden bis 400 m ü.NN (Bocksrück).

Im Inneren und im Süden des Landschaftsraums setzt sich das geschlossene Waldgebiet des Mittleren Pfälzer Waldes fort. An den Außenrändern wird das Waldgebiet durch Siedlungen mit Rodungsinseln auf lehmigen Böden, die entlang der Quelltäler von Pfrimm, Eisbach, Eckbach und Alsenz vordringen, oft buchtartig aufgelöst.

Der besiedelte Nordteil ist durch Wiesentäler geprägt, die teilweise vernässt sind und mit kleineren Beständen von Feuchtwiesen, Röhrichten oder Seggenrieden durchsetzt sind. Die Rodungsinseln werden außerhalb der Täler und Mulden überwiegend ackerbaulich genutzt. Hecken und Streuobst bestimmen das Bild vor allem in den Hängen zwischen Steinborn und dem markant auf einem Geländevorsprung gelegenen Dorf Stauf mit.
Landschaft bei Stauf B. Ullrich
Besonders im Einzugsgebiet des Eisbachs werden die flachhügeligen Rodungsinseln von deutlichen, bis um 100 m hohen Schichtstufen begrenzt. Die Täler sind hier scharf eingeschnitten und als enge Kerbtäler ausgebildet. Der gefällereiche Austritt der Bäche aus dem Gebirge, Erze aus der Nachbarschaft, Holzkohle und Formsande ließen hier am Rande des Eisenberger Beckens alte Hüttenwerke entstehen. Speicherteiche, Anlagen der Eisenverarbeitung oder Schlackenhalden im Wald zeugen von der früheren Bedeutung dieses Wirtschaftszweigs.

Auffällig ist die hohe Anzahl von Teichen (Speicherteiche, Fischteiche), von denen z.B. Eiswoog oder Billesweiher als Ausflugsziele bekannt sind. Im Naturschutzgebiet „Sippersfelder Weiher“ sind die Gewässer in einen großen zusammenhängenden Komplex von Sumpfgebieten mit Bruchwäldern, Röhrichten und Seggenrieden eingebunden. Ansatzweise rifft dies auch für Quellläufe des Eisbachs bei Ramsen zu.
Sippersfelder Weiher B. Ullrich