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Waldlandschaften
170.4 Westlicher Pfälzer Wald
Der westliche Pfälzer Wald ist ein ziemlich weitständig und flach zertaltes Waldgebiet, das sich nach Norden und Nordwesten hin zur Kaiserslauterer Senke sowie nach Westen hin zur Sickinger Höhe allmählich von 500 m auf 300 m ü.NN abdacht. Der Übergang zum Kaiserslauterer Becken ist gleitend, zumal sich die Waldbedeckung fortsetzt. Zum Landstuhler Bruch ist der Westliche Pfälzer Wald durch einen steilen Geländeabfall von 300 auf 200 m ü.NN abgesetzt. Diese Randlinie wird zusätzlich durch den Nutzungswechsel betont.
Feuchtwiesen im Moosalbtal beim Lauberhof B. Ullrich
Das Gewässernetz ist auf den Schwarzbach ausgerichtet, der die Bäche des Westlichen Pfälzer Waldes bündelt und über die Blies der Saar zufließt. Nur ganz im Norden wird ein Randbereich von der Lauter auch zur Nahe entwässert. Die meisten größeren Täler sind als Wiesentäler ausgebildet. Hervorzuheben sind die großen Bestände an Feucht- und Nasswiesen in den Tälern, besonders von Moosalb, Aschbach, Merzalb und Rodalb und von einigen ihrer Nebenbäche. Nicht selten treten Moorbildungen mit Moorwiesen oder Bruchwäldern auf.
Karlstal B. Ullrich
Einzigartig ist das wild-romantische Karlstal südlich Trippstadt. Hier hat die Moosalb ein schluchtartiges Tal in das Gebirge eingeschnitten, dessen Hänge von riesigen Felsbrocken übersät sind.

In den Wäldern des Westlichen Pfälzer Waldes haben sich im Raum Merzalben, Leimen und Johanniskreuz noch wertvolle Bestände an Alteichen erhalten, die in dieser Häufung sonst kaum noch anzutreffen sind. Ansonsten wechseln auch hier Buchen- und Eichenwälder mit lichten Kiefernwäldern und schattigen Fichten- oder Douglasienbeständen. Bereichsweise sind Felsen in die Wälder eingestreut, die sich im Südwesten häufen und teilweise interessante Formen aufweisen (Felsentor bei Beckenhof, Rabenfels bei Lemberg).

Spuren frühgeschichtlicher Besiedlung des Raumes finden sich z.B. mit dem Ringwall am Großen Berg im Nordwesten des Gebiets. Aus dem Mittelalter sind Burgruinen bei Lemberg, Hohenecken, Merzalben (Ruine Gräfenstein) und im Karlstal (Ruine Wilenstein) erhalten.

Die Anlage von Dörfern erfolgte dort, wo die Voraussetzungen für Ackerbau gegeben waren. Im nördlichen Teil des Landschaftsraumes war dies auf lössähnlichen Höhenlehmböden der Fall, denen eine Reihe von Dörfern wie Trippstadt, Stelzenberg oder Leimen ihre Entstehung verdankt. Auch im Süden, wo sich auf mächtigeren eiszeitlichen Flussablagerungen lehmigtonige Böden gebildet haben und Ackerbau ermöglichten, hat sich eine kettenartige Reihe von Dörfern entwickelt. Die Umgebung der Dörfer ist typischerweise durch ein Mosaik von meist mageren Wiesen und Weiden, Streuobst, Feldern und Gartenland geprägt, wobei Teile brachgefallen und in Verbuschung sind.

Der nördliche Rand des Landschaftsraums ist Einflussbereich der Stadt Kaiserslautern. Hier dringen Neubaugebiete, Militäranlagen und das Universitätsgelände von Kaiserslautern in den Wald vor, wobei zwischen den einzelnen Siedlungskomplexen und auf der Vogelweh auch innerhalb derselben gliedernde Waldgürtel erhalten blieben.

Im Raum Trippstadt-Stelzenberg hatte der Abbau und die Verarbeitung von Eisenerz wirtschaftliche Bedeutung, worauf entsprechende Anlagen bzw. deren überlieferte Namen hinweisen (Eisenschmelze, Hammerwerke, Walzwerk). Für das Walzwerk bei Schopp wurde ein großer Speicherweiher aufgestaut. Darüber hinaus liegt in den Wiesentälern eine Vielzahl ehemaliger Mühlweiher und Fischteiche vor. Einer der größten ist der Gelterswoog. Bei einem Teil dieser Teiche handelt es sich um dystrophe Gewässer, d.h. Teiche mit saurem, nährstoffarmem, braunfarbenem Moorwasser.

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