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171.2 Schönauer Felsenland
Das Schönauer Felsenland ist die südwestliche Fortsetzung des Dahner Felsenlandes und geht auf elsässer Seite in das Stürzelbronner Felsenland mit ähnlicher Charakteristik über. Im Unterschied zum Dahner Felsenland weist dieser Landschaftsraum eine geringere Zerschneidung durch Täler und mehr zusammenhängende Rücken und Tafelberge auf.

Der Landschaftsraum ist überwiegend bewaldet, wobei Kiefernwälder einen wesentlichen Anteil stellen. Markante Felsbildungen und Burgen sind im Schönauer Felsenland seltener als im Dahner Felsenland. Besonders beindruckend ist die Felsenburg Blumenstein. In unmittelbarer Nähe dieser Ruine liegt der Maimont, der als keltische Kultstätte bekannt ist.

Die Täler des Schönauer Felsenlandes sind als breite Sohlentäler mit kleinen Talbecken ausgebildet, deren anmoorige Böden fast durchweg von Nasswiesen und Sümpfen eingenommen werden. Besonders großflächig sind diese Feuchtgebiete am Saarbach oberhalb von Fischbach und weiter unterhalb im Königsbruch ausgebildet. In den Quellgebieten der Bäche liegen oft Bruchwälder oder Moore vor, besonders im Raum Fischbach / Ludwigswinkel.
Blick vom Blumenstein B. Ullrich
Der Landschaftsraum weist eine Vielzahl von Weihern in den Tälern und Quellgebieten auf, die oft schon vor Jahrhunderten angelegt wurden. Bei einigen Weihern in den Quellgebieten handelt es sich um dystrophe Gewässer, d.h. Gewässer mit saurem, nährstoffarmem, braunfarbenem Moorwasser und entsprechend seltener Vegetation.
Moorwiesen bei Fischbach B. Ullrich
Das Schönauer Felsenland ist mit mehreren kleinen Dörfern und Weilern besiedelt, die alle entlang der Bäche oder in Quellmulden entstanden sind. Außerhalb der Täler wird das Umfeld der Ortschaften von mageren Wiesen und Borstgrasrasen, bereichsweise im Komplex mit Feuchtwiesen bestimmt. Hirschthal, Schönau und Petersbächel weisen auch Streuobstgürtel auf.

Bei Ludwigswinkel befinden sich die Ruinen des aufgegebenen Hofguts Rösselsbrunner Hof, dessen Wirtschaftsflächen wieder bewaldet sind.