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Großlandschaft Pfälzisch-Saarländisches Muschelkalk-gebiet
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Leitbild, Ziele, Maßnahmen
Waldreiche Mosaiklandschaft
180.11 Eppenbrunner Hügelland
Das Eppenbrunner Hügelland bildet die südwestliche, schmale Randzone der Landterrasse des Zweibrücker Hügellandes zum Pfälzer Wald und setzt sich auf lothringischem Gebiet fort. Zu Rheinland-Pfalz gehört der nördliche Abschnitt.

Der geologische Aufbau ist vergleichbar mit dem Moosalbtalgebiet. Während die Ausrichtung der Randzone im Nord- und Mittelteil durch den Verlauf des Steinbachtals und Gersbachtals nachgezeichnet wird, ist der Südteil im Grenzgebiet zu Lothringen überwiegend durch Quertäler zergliedert.
Blick über Hilst B. Ullrich
Die Täler sind in der Regel steil eingeschnitten und weisen nur schmale Sohlen auf. Besonders Abschnitte des Gersbachtals und Hilstbachtals sind felsig ausgeprägt, aber auch andernorts wie östlich von Pirmasens liegen markante Felsbildungen vor.

Der Landschaftsraum ist überwiegend durch Offenland geprägt. Die Waldflächen sind durch Rodungsinseln stark aufgelöst und nehmen weniger als 30% Flächeanteil ein, wobei Altbestände gut vertreten sind. Im Nutzungsgefüge ergibt sich eine ausgeprägte Höhenschichtung mit Grünland in den Tälern, bewaldeten Hängen, Grünland und Streuobst in den oberen Hangbereichen und Acker auf den{pic_02_re} Hochflächen.

Im Nord- und Mittelteil liegen Feuchtwiesen nur abschnittsweise in den Haupttälern vor, im Süden sind die Talwiesen dagegen meist stark vernässt bis moorig und im Märtelbachtal auch mit Magerrasen durchsetzt. Im Übergangsbereich der Hänge zu den Hochflächen liegen oft kleinparzellige Reche vor. Streuobstgürtel finden sich vor allem talseits um die Siedlungen, die oft nahtlos an extensiv genutzte bzw. bewaldete Hänge anschließen. Einen besonderen Anziehungspunkt bilden die Weiher im Gersbachtal.

Die Siedlungsdichte hebt sich deutlich von der des Pfälzer Waldes ab. Meist handelt es sich um dörfliche Höhensiedlungen, nur in einigen Talabschnitten entstanden Talsiedlungen. Siedlungszentrum ist Pirmasens als alte Garnisonsstadt und Standort der Schuhindustrie.
Talhang mit Magerwiesen und Ginster B. Ullrich