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Großlandschaft Saar-Nahe-Bergland
Informationen zur Großlandschaft
Leitbild, Ziele, Maßnahmen
Waldreiche Mosaiklandschaft
193.10 Becherbach-Re323denbacher Gründe
Der Landschaftsraum präsentiert den Nordwestteil der Höhen zwischen Nahe und Glan. Er wird von mehreren parallel in Südost-Nordwest-Richtung verlaufenden Tälern gegliedert. Die zwischen ihnen verbliebenen, sägezahnartigen Riedel weisen jeweils an der Südwestseite Steilflanken zu den Tälern auf, während sie sich nach Nordosten flach in das Nachbartal absenken.
Typische asymetrische Talform – hier im Dickesbachtal B. Ullrich
Die steilen Talflanken sind bewaldet. Auf Trockenhängen gehen die Waldbestände oft in Trockenwälder über, die besonders im Reidenbach- und Dickesbachtal großflächig als Niederwald genutztwerden. Lokal liegen hier interessante Komplexe mit Felsstrukturen und Trockenrasen vor. Die Wärmebegünstigung der Hänge zeigt sich auch an Ausläufern des Naheweinbaus, die bei Kirschroth in das nordöstliche Randgebiet reichen.

Die flacheren Nordosthänge sind mit Löss bedeckt und bilden fruchtbare Ackerstandorte. Die Feldflur wird von Grünlandbereichen gegliedert, dies sich von den Wiesentalabschnitten ausgehend in die Seitentalmulden ziehen, aber auch häufiger die Waldrandbereiche einnehmen. Besonders im Nordosten des Landschaftsraums ist der Anteil an mageren Wiesen und Weiden beachtlich. Streuobstbestände bereichern das Umfeld einiger Ortschaften, vor allem im Reidenbachtal. Große zusammenhängende Komplexe magerer Wiesen mit Streuobst befinden sich auf dem Truppenübungsplatz Baumholder im südlichen Randgebiet des Landschaftsraums im Umfeld der Wüstung Zaubach.
Landschaft bei Limbach B. Ullrich
Viele Bäche des Landschaftsraums sind in den Unterläufen zur Nahe sowie in Quellläufen naturnah erhalten. Die Stillgewässer des Landschaftsraums sind vom Menschen geschaffen, das größte ist der Stauweiher im unteren Reidenbachtal. Feuchtgebiete sind im Landschaftsraum selten und meist auf kleinere Quellmulden oder kurze schmale Talabschnitte beschränkt. Ein gut ausgeprägter Bestand mit Feuchtwiesen und Röhrichten liegt westlich von Limbach.

Die Besiedlung des Landschaftsraums erfolgte primär in den Bachtälern. Eine untergegangene Siedlung namens Brunkweiler lag in Hanglage oberhalb des Bärenbachs und ist heute Wüstung. Auffällig ist die Aneinanderreihung von Mühlen im Großbachtal.