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Großlandschaft Saar-Nahe-Bergland
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Leitbild, Ziele, Maßnahmen
offenlandbetonte-Mosaiklandschaft
193.140 Moschelhöhen
Als Moschelhöhen bezeichnet man die Hochflächen zwischen Glan und Alsenz mit einem mittleren Niveau von etwa 330 bis 360 m ü.NN. Sie sind im Norden etwas lebhafter, im Süden etwas weniger durch Quellmulden und Kerbtäler der Nebenbäche zerschnitten. Besonders markant ist das etwa 150 m tief eingeschnittene Tal der Lauter mit steilen Hängen und einem stark gewundenen Bachlauf.
Blick über das Talbachtal bei Nerzweiler B. Ullrich
Die Hochflächen sind durch weite Feldfluren geprägt und nur durch einzelne bewaldete Kuppen gegliedert. Ansonsten sind Wälder meist auf die steileren Hänge der Taleinschnitte beschränkt und nehmen insgesamt etwa ein Viertel des Landschaftsraums ein.

Grünland und Streuobstwiesen prägen die Hanglagen und Dorfrandbereiche. Bereichsweise liegen Übergänge von Magerwiesen zu Halbtrockenrasen vor. Früher wurden steile besonnte Hänge auch weinbaulich genutzt, was ansatzweise heute noch zu erkennen ist.
Landschaftsausschnitt bei Niedermoschel mit Ruine Lewenstein B. Ullrich
Durchgängige Wiesentäler sind schon traditionell nicht überall gegeben. Oft werden die Talböden auch ackerbaulich genutzt. Dennoch sind die Bäche in wesentlichen Teilen naturnah und werden von Ufergehölzen begleitet.

Die Besiedlung erfolgte überwiegend in den Tälern, vereinzelt auch in Bachursprungsmulden (z.B. Becherbach, Cronenberg) und auf der Höhe (z.B. Hohenöllen). Das Städtchen Obermoschel ist aufgrund seines mittelalterlich geprägten Stadtkerns hervorzuheben.

Der Schlossberg bei Obermoschel wird von der Ruine Moschellandsburg gekrönt. Hier lag auch der Mittelpunkt des früheren Bergbaus von Quecksilber, Silber, Kupfer und Eisenstein. Weitere ehemalige Quecksilbergruben liegen im Übergang zum Lichtenberg-Höhenrücken bei Stahlberg. Ebenfalls eine Besonderheit als Kulturdenkmal ist die ehemalige Wasserburg in Reipoltskirchen.