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Großlandschaft Nördliches Oberrhein-tiefland
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221.20 Kandeler Lössriedel
Der Kandeler Lössriedel setzt am Ostrand der Südlichen Oberhaardt bei 165 m ü.NN an und zieht sich als an der Oberfläche welliger, 20 bis 30 m hoch aufgewölbter, Lössbedeckter Keil etwa 12 km in die Ebene, wo er sich zwischen Ausläufern des Bienwaldfächers und der Erlenbachniederung bei 120 m ü.NN verliert. Die gewölbte Oberfläche ist im Westen stärker, im Osten schwächer eingedellt. Dazwischen verlaufen zumeist flache Buckel, die in Längserstreckung des Riedels angeordnet sind. Im Südwesten haben sich auf kurzer Strecke Dierbach und Otterbach eingeschnitten.
Tabakfelder bei Kandel - Blick auf den Haardtrand B. Ullrich
Der Riedel besitzt beste tiefgründige Löss- und Lösslehmböden und wird daher fast ausschließlich ackerbaulich genutzt. In geringem Umfang reichen Ausläufer des Weinbaus der Oberhaardt auf Südhängen in diesen Landschaftsraum. Besonders bei Winden hat auch der Obstanbau Bedeutung.

Gehölzstrukturen in der Flur sind rar und auf wenige zerstreut vorkommende Einzelbäume und Gehölze sowie einzelne Heckenzüge beschränkt. Reste von Streuobstbeständen sind selten. Markant in die Lössdecke eingeschnittene Hohlwege finden sich im Westen des Riedels bei Freckenfeld.

Der Südrand des Lössriedels wird durch eine Kette langgestreckter Siedlungen markiert, von denen sich Kandel zu einem zentralen Ort entwickelt hat. Am Nordrand liegen Minderslachen und Winden auf einer Linie. Alle Siedlungen sind traditionell als Straßendörfer angelegt und in dieser Form sehr markant erhalten.