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Großlandschaft Nördliches Oberrhein-tiefland
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Leitbild, Ziele, Maßnahmen
Bruchlandschaft
221.23 Klingbachniederung
Die Klingbach-Niederung beginnt in der Vorhügelzone bei Billigheim und verbreitert sich zur Rheinniederung hin bis auf ein 4 km breites Band. Im Norden wird sie von der Herxheim- Offenbacher Lössplatte, im Süden vom Mühlhofen-Rheinzaberner Riedel begrenzt.

Der nördliche Teil dieses Schwemmkegels weist neuzeitliche Talsedimente auf. Hier herrschen Auenböden mit hohem Grundwasserstand vor. Westlich von Herxheim wird in diesem Streifen vorwiegend Grünlandwirtschaft mit starker Prägung durch Feucht- und Nasswiesen betrieben. Während auch hier auf trockeneren oder entwässerten Partien Felder einstreuen, löst sich das Grünlandband östlich von Herxheim gänzlich auf. An Feldfrüchten werden u.a. Tabak und Zwiebeln angebaut, bei Rülzheim findet auch Obstbau statt.

Im Südteil östlich von Steinweiler herrschen Geröllablagerungen vor, aus denen meist verarmte Sandböden mit tonig-sandigen Zwischenlagen hervorgingen. Auch hier ist der Grundwasserstand meist um 1 m unter Gelände. Dieser Teil des Schwemmfächers wird von Wald bedeckt. Laubwälder dominieren. Bei Rohrbach sowie im Schwarzpfuhl westlich von Hayna sind auf nassen Standorten Bruchwälder entstanden.
Niederung nordöstlich Steinweiler B. Ullrich
Der Klingbach ist in ein ausgeprägtes System von Entwässerungs- und Mühlgräben eingebunden, die das Grünlandband durchziehen und mit dem Rottenbach auch in Randbereiche des Waldes reichen. Bei Ingenheim durchfließt der Klingbach ein großes zusammenhängendes Sumpfgebiet mit Feuchtwiesen und Schilf.
Billigheim B. Ullrich
Entlang des Klingbachs bzw. seiner Parallelläufe reihen sich die Orte Billigheim-Ingenheim, Rohrbach und Steinweiler, Herxheim, Herxheimweyher und Rülzheim aneinander, die teilweise bereits den benachbarten Landschaftsräumen angehören. Hinzu kommt Kuhardt, am Rottenbach gelegen. Von diesen Siedlungen haben sich die Orte Herxheim und Rülzheim als zentrale Orte der jeweiligen Verbandsgemeinden stark ausgedehnt und von dem Grünlandstreifen nördlich des Waldgebiets Besitz ergriffen.

Aus kulturhistorischer Sicht ist Billigheim wegen seiner Befestigungsanlagen besonders zu erwähnen.