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Großlandschaft Nördliches Oberrhein-tiefland
Informationen zur Großlandschaft
Leitbild, Ziele, Maßnahmen
Weinbau- Ebene
227.10 Rheinhessische Randstufe
Die Rheinhessische Randstufe stellt einen markanten Schichtstufenabbruch zwischen dem Westplateau und dem Wöllsteiner Hügelland bzw. der Büdesheimer Ebene dar und verdeutlicht damit die Tafelstruktur des geologischen Aufbaus. Der Höhensprung beläuft sich auf ca. 100 bis 150 m und ist durch flache Hügel gekennzeichnet.

Die Randstufe ist fast völlig waldfrei. Die Hänge werden weinbaulich genutzt. An den Hangfüßen und in Mulden liegen Ackerflächen vor, teilweise auch Obstbau. Die Weinberge der Oberhanglagen sind in Teilbereichen noch kleinteilig gegliedert und weisen Hohlwege, Reche und Streuobst auf. Bereichsweise liegen Komplexe mit Magerwiesen, Halbtrockenrasen und Gebüsch vor.

Die dörflichen Siedlungen haben sich am Hangfuß und in Hangmulden entwickelt. Erwähnenswert ist das Kloster Jakobsberg auf der gleichnamigen Erhebung oberhalb eines teilweise bewaldeten Steilhangs bei Ockenheim (Naturschutzgebiet).

Besonders erlebniswirksam sind die vielfältigen Fernsichten in das westlich vorgelagerte Hügelland und in das Nahetal sowie der herrliche Blick auf die Rheinebene und den Rheingau bis zur Binger Pforte im Nordteil.
Randstufe bei Ensheim B. Ullrich