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Großlandschaft Nördliches Oberrhein-tiefland
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227.6 Eisenberger Becken
Das Eisenberger Becken wird von den Vorsprüngen des Haardtgebirges, dem Stumpfwald und dem Leininger Sporn, und von den Höhen des Göllheimer Hügellandes im Norden und Nordosten umrahmt. Es bildet eine an Brüchen abgesunkene Scholle des oberen Buntsandsteins und kann als Südwestzipfel des Rheinhessischen Tafel- und Hügellandes angesehen werden. Durch die Entstehung bedingt ist das Eisenberger Becken zwar geologisch der Haardt zugehörig, hinsichtlich Klima, Höhenlage, Relief und Nutzung aber dem Rheinhessischen Tafel- und Hügelland zuzuordnen.
Eisenberger Becken B. Ullrich
Hauptgewässer des Eisenberger Beckens ist der Eisbach. Er tritt aus dem Gebirge mit hohem Gefälle in das Becken ein, um es durch kleine Durchbrüche in den Randhöhen nach Osten zu verlassen.

Die Wasserkraft und lokale Eisenerzvorkommen waren wesentliche Voraussetzungen für die frühe Entstehung von Eisenhütten am Gebirgsrand. Den früheren Erzabbau kann man in einem Besucherbergwerk nachempfinden. In der Landschaft sind zahlreiche Senkungstrichter wahrzunehmen.

Im Inneren des Eisenberger Beckens wurden Klebsande und feuerfeste Tone abgebaut. Markante und teils weithin sichtbare Abbauwände der Sandgruben prägen ebenso wie die großflächigen Tongruben das Landschaftsbild mit. In den Abbaugebieten haben sich neue interessante Sekundärlandschaften mit Teichen und zahlreichen Tümpeln, Sümpfen, grünlandähnlichen Beständen, Brachflächen und Pionierwäldern entwickelt.

In der Landschaft außerhalb der Abbaugebiete dominiert großflächig Ackernutzung. In Teilbereichen wie bei Kerzenheim sind Rechsysteme erhalten. Grünland liegt verstreut in den Tälern, aber auch an Hängen vor.

Eisenberg weist einen starken Siedlungsflächenzuwachs auf, für Hettenleidelheim und Kerzenheim gilt dies eingeschränkt. Die übrigen Ortschaften sind dörflich geblieben.
Ehemalige Grube bei Eisenberg B. Ullrich