Übersicht Großlandschaften Übersicht Landschaftsräume   Erläuterungen zu Fachbegriffen
Großlandschaft Nördliches Oberrhein-tiefland
Informationen zur Großlandschaft
Leitbild, Ziele, Maßnahmen
Agrarlandschaften
229.01 Büdesheimer Ebene
Die Büdesheimer Ebene ist Teil der Naheebene. Es handelt sich um eine Terrassenplatte mit ca. 97-105 m ü.NN, die sehr flach zur Naheniederung abfällt. Den geologischen Untergrund bilden Talschotter der Nahe, die von sandig-lehmigen Böden bedeckt sind. Mit weniger als 500 mm Jahresniederschlag und hohen Sommertemperaturen zählt die Naheebene und somit auch die Büdesheimer Ebene zu den niederschlagsärmsten Gebieten Deutschlands.
Ebene bei Grolsheim B. Ullrich
Im Norden der Büdesheimer Ebene wird Obst angebaut und prägt hier das Landschaftsbild vor der Kulisse des Rochusbergs mit. Der Südteil wird dagegen überwiegend ackerbaulich genutzt. Weinbau vermittelt zu den Randbereichen der Naheniederung im Westen und zur Ockenheimer Schwelle im Osten.

Einige ehemalige, der natürlichen Entwicklung überlassene Abbauflächen mit Gewässern und vereinzelte Streuobstreste bereichern die Landschaft. Hervorzuheben ist das Naturschutzgebiet „Mordkaute“ bei Dietersheim mit flachen Gewässern und größeren Riedflächen.
Abbaugewässer bei Grolsheim B. Ullrich
Die Besiedlung des Landschaftsraums erfolgte im Randbereich zur Naheniederung (Sponsheim) und am Fuße des Rochusbergs (Büdesheim). Heute ist der Nordwesten mit Büdesheim und Dietersheim zusammenhängend bebaut und Teil der Stadt Bingen. Im Süden hat sich Gensingen in die Büdesheimer Ebene ausgedehnt.