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Großlandschaft Gutland
Informationen zur Großlandschaft
Leitbild, Ziele, Maßnahmen
offenlandbetonte-Mosaiklandschaft
260.3 Saargau-Randhöhen
Die Saargau-Randhöhen bilden den östlichen Abschluss der Moselhochflächen und sind durch den Übergang vom Muschelkalk zum Buntsandstein gekennzeichnet. Von einer Firstlinie, die sich von Süden nach Norden von 400 auf 300 m ü.NN absenkt, sind steile ostexponierte Hänge in die Täler des Leukbachs, des Albachs und des Mannebachs gerichtet. Die Hänge sind durch Dellen, Trockentälchen und z.T. sehr steilwandige Täler gegliedert. Im mittleren und südlichen Teil ist im Bereich des oberen Muschelkalks eine deutliche Geländestufe nach Osten ausgebildet, während im Norden die Hänge stufenlos in den Buntsandsteinsockel übergehen.
Mannebach S. Thees
Der Landschaftsraum ist im südlichen Teil arm an Waldflächen. Hier befindet sich Wald vorwiegend in Bachtälern und an steileren Hängen. Nur der Nordteil der Einheit weist mit etwa 50% einen relativ hohen Waldanteil auf. Auch hier konzentriert sich der Wald vornehmlich auf die steileren Hänge, während die Kuppenlagen weitgehend waldfrei sind. Das Waldbild ist abwechslungsreich. Naturnaher Buchenwald und Mischwald dominieren. Am Liescher Berg liegt ein Trockenwaldvorkommen vor, das als Niederwald genutzt wird.
Mannebachtal S. Thees
In den hangoberen Bereichen ist die ackerbauliche Nutzung der schweren, lehmig-tonigen Mergelböden sehr erschwert. Infolgedessen dominiert hier oft Grünland. An steilen Hängen und flachgründigen Kuppen sind Magerwiesen und Halbtrockenrasen verbreitet, insbesondere am Alten Lager im Norden des Gebietes. Der Landschaftsraum zeichnet sich durch großflächige Streuobstgebiete aus, besonders im Raum Tawern/Fellerich.

In günstig exponierten Lagen bei Fellerich und Onsdorf befinden sich auch Reblagen. Allerdings hat sich der Weinbau vor allem aus den durch Trockenmauern terrassierten Weinbergslagen weitgehend zurückgezogen, so dass diese heute vielfach durch Gebüsche und Wälder geprägt sind.

Die Unterhänge sind von Sandsteinböden mit eingeschwemmtem Kalk- und Mergelmaterial bedeckt und ackerbaulich gut zu nutzen. Infolgedessen herrscht nur in den Tälern Grünlandnutzung vor.

Albach und Leukbach sowie die meisten Seitenbäche sind überwiegend naturnah und prägen mit Ufergehölzen die Wiesentäler mit. Der Mannebach hingegen ist über größere Strecken in ausgedehnte Feuchtgebiete eingebunden und beginnt sich naturnah zu entwickeln. Im Nordteil ist auch die Talsohle bewaldet. Hier wird der Albach von naturnahen Feuchtwäldern begleitet.

Die Besiedlung des Raumes erfolgte im südlichen Teil bevorzugt am Oberhang in Quellmulden, im nördlichen Teil überwiegen Talsiedlungen. Bis auf Tawern sind die Siedlungen noch sehr dörflich geprägt. Oft handelt es sich um sehr kleine Orte bzw. Weiler. Der Raum war bereits zu Römerzeiten besiedelt, worauf eine Vielzahl von Funden hinweist. Bei Tawern befand sich z.B. ein Tempelbezirk, der teilweise wieder aufgebaut wurde.