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Großlandschaft Gutland
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Agrarlandschaften
260.4 Freudenburger Muschelkalkplatte
Es handelt sich um eine isolierte Muschelkalk-Hochfläche, die sich südlich an den Höhenrücken des Saarburger Waldes anschließt. Sie ist durch einige Quellmulden und z.T. schluchtartig eingeschnittene Täler, die zum Leukbach und damit Richtung Saar hin entwässern, gegliedert.
Hochfläche zwischen Freudenburg und Kastel-Stadt S. Thees
Aufgrund der fruchtbaren Böden ist der Landschaftsraum überwiegend landwirtschaftlich genutzt mit hohem Anteil an Ackerflächen. Grünland ist vor allem in Bachtälern und Quellmulden und entlang steiler Hänge verbreitet, wobei traditionelle Nutzungsformen das Landschaftsbild prägen. Insbesondere ein hoher Anteil an Streuobstwiesen säumt die Straße nach Kollesleuken im Leukbachtal und erstreckt sich zwischen Freudenburg und Kastel-Staadt, wobei die Kuppenlagen magere und artenreiche Wiesen tragen. Nordwestlich der Ortslage ist das natürliche Relief durch einen heute stillgelegten Kalksteinbruch überprägt. Der angrenzende Eiderberg ist aufgrund seiner trockenen und flachgründigen Böden durch großflächige Halbtrockenrasen geprägt, die zusammen mit dem offengelassenen Steinbruch als Naturschutzgebiet ausgewiesen sind.

Der geringe Waldanteil auf dem Muschelkalkplateau ist für das Landschaftserleben nur von untergeordneter Bedeutung, zumal der Landschaftsraum von waldreichen Landschaften eingerahmt wird. Es überwiegen Misch- und Nadelforste, die sich auf einzelne Hanglagen wie z.B. südlich und südwestlich der Burg Freudenburg beschränken und zu den Nachbarräumen überleiten.
Streuobst am Ortsrand von Freudenburg S. Thees
Der Ortskern von Freudenburg liegt auf einem schmalen Buntsandsteinsporn am Südrand der Einheit und hat sich durch umfangreiche randliche Siedlungserweiterungen weit nach Norden auf die Plateaufläche ausgedehnt. Der Siedlungskern ist jedoch noch deutlich durch die historischen Siedlungsstrukturen geprägt, insbesondere durch die im 14. Jahrhundert erbaute Burganlage inmitten des Ortes.