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Großlandschaft Gutland
Informationen zur Großlandschaft
Leitbild, Ziele, Maßnahmen
Agrarlandschaften
261.5 Gindorfer Hochfläche
Eine weitläufige, wellige Muschelkalk-Hochfläche, die durch Bachtäler, Quellmulden und Kuppen gegliedert ist, kennzeichnet das Relief der Gindorfer Hochfläche. Im Westen bricht sie steil zum Kylltal hin ab, während kleinere Schichtstufen zu den südlich benachbarten Einheiten überleiten. Von ca. 300 bis 400 m ü.NN. im Süden steigt die Hochfläche nach Norden und Osten relativ steil zur Eifel hin auf 400 bis 530 m ü.NN. an.
Feldflur zwischen Orsfeld und Seinsfeld T. Weber
Das vergleichsweise hohe Ertragspotential der Böden in Verbindung mit der klimatisch begünstigten Muldenlage hat zur Entstehung einer fast waldfreien Agrarflur geführt. Die lehmigen, oft lössdurchsetzten Böden sind fruchtbare Ackerböden und werden überwiegend intensiv landwirtschaftlich genutzt. Die wenigen Waldflächen mit Nadel-, Misch- und Laubwald finden sich isoliert auf Kuppenlagen, oder sie teilen sich die steilen Hänge des Kylltals und kleinerer Bachtäler mit extensiv genutzten Grünlandflächen und Resten von Halbtrockenrasen. Die Bachauen werden überwiegend als Wirtschaftsgrünland genutzt, wobei charakteristische Feuchtgebiete (Feuchtwiesen, Röhricht nordöstlich Pickließem) vereinzelt erhalten sind.Streuobstwiesen, die typischerweise um die Ortslagen angelegt wurden, finden sich in größerem Umfang noch um Oberkail, Gindorf und bei Spangdahlem.
Hochflächenlandschaft bei Pickließem T. Weber
Die alten Siedlungskerne der Haufendörfer sind meist erhalten, auch wenn sich viele Orte stärker entwickelt haben. Im Südosten wird der Bereich Spangdahlem jedoch durch die militärischen Anlagen der Air Base geprägt.

Die landwirtschaftliche Flur weist zahlreiche Wegekreuze auf. Von historischer Bedeutung ist die Wasserburg Seinsfeld in abgeschiedener Lage.