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Großlandschaft Gutland
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Flusslandschaft - Mittelgebirge
262.02 Holsthumer Prümtal
Zwischen dem Ferschweiler Sandsteinplateau und dem Wolsfelder Berg bildet das Holsthumer Prümtal einen ca. 150 m tief eingeschnittenen, schluchtartig ausgebildeten Talabschnitt. Die Talhänge sind durch Terrassenbildung und den Wechsel unterschiedlich widerstandsfähiger Gesteine gestuft. Es handelt sich um tonig-mergeliges Material aus dem Keuper, das dem Luxemburger Sandstein auflagert.
Prümtal bei Holsthum S. Thees
Charakteristisch sind markante Felskanten wie die „Teufelsschlucht“ und mächtige, eiszeitlich umgelagerte Felsblöcke, die u.a. die Prüm aufgestaut haben und so für die Entstehung der „Prümer Wasserfälle“ verantwortlich sind. Durch Quellaustritte an der Schichtgrenze zwischen Sandstein und Mergel sind die Talhänge des Weiteren durch Quellmulden gegliedert.
Irreler Wasserfälle S. Thees
Der Talraum ist thermisch begünstigt und weist eine charakteristische Gliederung der Nutzungsmuster auf. Die Oberhänge sind bewaldet, wobei Buchenwälder im Mosaik mit kleinflächigen Eichen- Trockenwäldern und Sandstein- Felshängen typisch sind. Sumpf und Bruchwälder beschränken sich auf die Quellmulden. In Teilbereichen sind die naturnahen Laubhölzer durch Nadelhölzer ersetzt.

Die Hanglagen stellen traditionell extensiv genutzte Offenlandflächen mit hohem Anteil an Streuobstwiesen und Magerwiesen dar. In den Keuperscharren treten zudem Halbtrockenrasen auf, die allerdings teilweise verbuscht sind.

Auf den flacheren Unterhängen und in Talauen findet eine intensivere Nutzung mit Ackerbau, Hopfenanbau, Gartenbau und Wirtschaftsgrünland statt.

Die Unterhanglagen waren Ansatzpunkte der Entwicklung von Haufen- und Straßendörfern, deren dörflicher Charakter weitgehend erhalten ist.