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Großlandschaft Osteifel
Informationen zur Großlandschaft
Leitbild, Ziele, Maßnahmen
Vulkanlandschaft Waldreiche Mosaiklandschaft
271.41 Uessbachbergland
Den Kern der Landschaftseinheit bildet der obere Ueßbach mit seinen breit aufgefächerten Quellbächen, die die Hochfläche in mehrere Höhenzüge und Mulden gliedern. Vulkanische Bildungen verleihen der Landschaft ein charakteristisches Relief. Dazu gehören z.B. mehrere Lava- und Basaltkegel, das Ulmener Maar (an der Grenze zum Müllenbacher Riedelland), der Jungfernweiher und der Moosbrucherweiher als vermoortes Trockenmaar. Lavavorkommen werden am Kreuzberg abgebaut.
Jungfernweiher T. Weber
Aufgrund der Reliefenergie sind die Talhänge und Vulkankuppen traditionell bewaldet, wobei sich durch die Aufforstung ehemaliger Heiden heute die Wald-Offenland- Verteilung zu Gunsten von Nadelforsten verschoben hat. Vereinzelt erfolgte auch eine natürliche Wiederbewaldung der Heiden nach Aufgabe der Nutzung.
Naturschutzgebiet Zumried mit verlandetem Maar bei Mosbruch T. Weber
Im übrigen Teil des Ueßbachberglandes beherrschen landwirtschaftlich genutzte Flächen mit Acker und Grünland das Bild. Reste alter Ackerterrassen sind in ortsnahen Lagen noch teilweise{pic_02_re} vorhanden. Magergrünland und Heiden sind meist durch Melioration oder Aufforstung verdrängt, wohingegen Feucht- und Nasswiesen in Talmulden sowie Verlandungs- und Sumpfvegetation vor allem am Jungfernweiher noch größerflächig verbreitet sind. Der Jungfernweiher war bereits im 19. Jahrhundert trockengefallen, stark versumpft und sukzessive für Grünlandbewirtschaftung nutzbar gemacht worden. Erst Mitte des letzten Jahrhunderts wurde er wieder eingestaut. Im Kernbereich des Trockenmaares Moosbrucherweiher hat hingegen in Folge der Nutzungsaufgabe Verbuschung und Bewaldung eingesetzt.

Das historische Siedlungsbild ist durch kleine Haufendörfer und Weiler geprägt. Dieser Siedlungscharakter ist in den meisten Ortschaften noch erhalten. Ulmen hat sich als zentraler Ort des Raumes städtisch entwickelt.

Der Raum hat einige historisch bedeutsame Objekte aufzuweisen, die das Landschaftsbild bereichern, wie die Burgruine Ulmen, Ringwallanlagen, das Hofgut in Ueß und einzelne Mühlen.