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Großlandschaft Osteifel
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Flusslandschaft - Mittelgebirge
272.20 Dümpelfelder Ahrtal
Die Ahr bildet hier ein tief in die Grauwacken und Schiefer eingeschnittenes Kerbsohlental mit deutlicher Gefällezunahme im Abschnitt zwischen Müsch und Brück. Den Gewässerlauf kennzeichnen zahlreiche Flussmäander mit Prall- und Gleithängen. Der Umlaufberg „Burg“ bei Insul geht auf das Trockenfallen eines Talmäanders zurück, der durch die Erosion zweier Prallhänge vom Flusslauf abgeschnitten wurde. Die Talsohle ist unterschiedlich breit ausgebildet und wird von steilen Talhängen, stellenweise mit Felswänden, gesäumt. EineVielzahl von Seitenbächen gliedert die Flanken des Ahrtals durch steile, kerbtalförmige Nebentäler.
Ahrtal bei Schuld T. Weber
Die Landschaft ist zu zwei Dritteln bewaldet. Insbesondere die Rücken und steileren Talhänge werden von Wäldern eingenommen, wobei Laubholz leicht überwiegt. Naturnahe Laubwälder sind selten. Niederwälder und Trockenwälder sind im Komplex mit Felsen und Trockenrasen an einzelnen, flachgründigen und steilen Talabschnitten erhalten.
Streuobst im Ahrtal bei Insul T. Weber
Die Talsohle mit den Terrassen und weniger steilen Talrändern ist dagegen in der Regel waldfrei und überwiegend als Grünland genutzt. In der Ahraue und den Talniederungen der Seitenbäche sind die typischen Feucht- und Nasswiesen verbreitet. Andere typische Elemente der historischen Kulturlandschaft wie magere Streuobstwiesen, Heiden und Weinparzellen treten dagegen deutlich zurück, wobei letztere oft durch Aufforstungen ersetzt wurden. Ackerbau ist von untergeordneter Bedeutung und findet traditionell nur kleinflächig und vereinzelt auf den Terrassenflächen statt.

Die kleinen, dörflich geprägten Siedlungen befinden sich auf den hochwasserfreien Terrassen über der Ahraue. Die historischen Dorfstrukturen und die typische Siedlungsverteilung sind in weiten Teilen erhalten und erlebbar.