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Großlandschaft Osteifel
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Flusslandschaft - Mittelgebirge
272.21 Recher Ahrengtal
Das Recher Ahrengtal bildet ein tief eingeschnittenes Kerbtal mit einer Vielzahl von Talmäandern und dem Umlaufberg „Etzhardt“ bei Mayschoß, der durch das Abschnüren einer Talschlinge durch die Seitenerosion des Flusses entstanden ist. Die überwiegend sehr schmale Talsohle wird von steilen Talhängen begleitet, die besonders im Abschnitt zwischen Kreuzberg und Rech durch schroffe Felsbildungen geprägt sind. Die Talhänge sind beiderseits durch die Nebenbäche der Ahr in kerbtalförmige Nebentäler und Rücken gegliedert.

Wälder bedecken ca. zwei Drittel des Landschaftsraums und nehmen insbesondere die Rücken und steilen Talflanken ein. Es herrschen Mischwälder und Laubwälder vor; naturnahe Laubwälder sind allerdings selten. An den felsigen Hängen sind Trockenrasen häufig und stehen vereinzelt im Komplex mit Trockenwäldern. Bach- und Flussauenwälder sind dagegen selten, da die Talsohle ebenso wie die Terrassen und weniger steilen Talränder überwiegend waldfrei ist.
Dernau im Ahrtal T. Weber
Die sonnenexponierten Hänge werden durch Weinberge, Weinbergsbrachen und daraus hervorgegangene Trockenrasen sowie Stütz- und Trockenmauern als charakteristische Kleinstrukturen geprägt. Ackerbau und Grünland und insbesondere die extensiven Nutzungsformen wie Magerwiesen, Feuchtgrünland und Streuobstwiesen sind dagegen selten und treten im Erscheinungsbild deutlich zurück.

Die Siedlungen entwickelten sich als ursprünglich kleine Weinbaudörfer auf den hochwasserfreien Terrassenflächen. Als geschichtlich besonders interessante und landschaftsbildprägende Bauwerke treten die Burgen Are und Kreuzberg in Erscheinung.
Ahrtal bei Reimerzhoven T. Weber