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Großlandschaft Osteifel
Informationen zur Großlandschaft
Leitbild, Ziele, Maßnahmen
Vulkanlandschaft offenlandbetonte-Mosaiklandschaft
276.80 Kyll-Vulkaneifel
Dieser Landschaftsraum ist Teil der nördlichen Vulkaneifel, die sich von der südlichen Vulkaneifel durch das kuppenreiche Relief und die geringe Anzahl an Maarbildungen abhebt. Die Kyll-Vulkaneifel bildet eine Berg- und Hügellandschaft, die durch Lava- und Basaltkegel von bis zu 500 m ü.NN mit dazwischen liegenden, breiten Einsenkungen und flächigen Lavadecken und Basaltströmen gekennzeichnet ist. Die einzige Maarbildung ist der Maarkessel des ehemaligen Duppacher Weihers. In Vulkanen und Basaltströmen erfolgt verbreitet Gesteinsabbau.
Agrarflur bei Auel T. Weber
Kyll und Oosbach bilden die Hauptgewässer. Sie sind in großen Teilen naturnah ausgebildet und durchziehen die Landschaftseinheit in weiten Schlingen.

Die Wald-Offenland-Verteilung ist ehr unterschiedlich. Während im Nordteil die Waldflächen kleinflächig auf vulkanische Kuppen und steilere Talhänge beschränkt sind, ist der Südteil (Kammwald) mit Ausnahme von einzelnen Rodungsinseln (z.B. Weißenseifen) und größeren Tälern bewaldet. In den Waldflächen überwiegen Nadelforste. Lediglich die Vulkankuppen und Kalkrücken weisen einen hohen Laubwaldanteil auf. Als Besonderheit sind die Gesteinshaldenwälder zu erwähnen, die großflächig westlich von Birresborn auftreten.
Kalkfelsen und Magergrünland westlich Gerolstein T. Weber
Acker und Grünland prägen traditionell die Offenlandbereiche im zentralen Teil des Landschaftsraums. Die typischen Magerrasen und Trockenrasen der Tuffhänge sowie Heideflächen sind heute noch vereinzelt und kleinflächig vorhanden (z.B. Kalkmagerrasen um Lissendorf, Magergrünland am Standortübungsplatz Lissingen). Besonders in den Tälern von Kyll und Oosbach sind charakteristische Feuchtwiesen ausgeprägt.

Die Siedlungsstruktur ist überwiegend durch Haufendörfer und Einzelhöfe sowie einzelne Mühlen gekennzeichnet. In einigen Orten ist die Dorfstruktur fast unverändert erhalten. In den meisten Dörfern sind die alten Ortskerne erhalten. Als historisch bedeutsame Bauwerke sind u.a. die Burg in Lissingen und die Kasselburg bei Pelm zu erwähnen.