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Tallandschaft - Mittelgebirge
291.201 Koblenzer Moseltal
Im untersten Abschnitt weitet sich das Moseltal deutlich auf und bildet zur Koblenzer Karthause und am Terrassenanstieg nördlich Güls zwei Prallhänge mit gegenüberliegenden Gleithängen aus. Das Großrelief der Flusslandschaft ist erhalten, obwohl der gesamte Landschaftsraum durch die starke Inanspruchnahme der Talsohle, Verbau der Uferbereiche (u.a. Bootshafen bei Güls), Ausbau der Mosel zur Großschifffahrtsstraße und Regulierung der Wasserführung durch Stauhaltung deutlich überformt ist. Der einzige Zufluss der Mosel ist der Schleider Bach, der bei Güls aus seinem steilwandigen Kerbtal ins Moseltal eintritt.
Moseltal bie Güls S. Thees
Die unbebauten Bereiche der Talaue der Mosel sind vor allem durch Grünland in der feuchten Talniederung und Ackerbau auf flacheren Terrassenhängen geprägt. Die Talhänge weisen oft magere Wiesen und an den wärmeexponierten Hängen vor allem Weinbau auf. Im Weinbau ist der Anbau auf terrassierten Lagen üblich und an steilen Hangabschnitten häufig mit offenen Felspartien oder Halbtrockenrasen und Weinbergsbrachen verzahnt. Auf dem Burgberg bei Güls sind kleinflächige Heideareale vorhanden.

Wald nimmt nur untergeordnete Teile ein und konzentriert sich auf steile Abschnitte der Prallhänge beiderseits der Mosel und im Tal des Schleider Bachs. Es handelt sich durchweg um Laubwälder, die häufig in Form von Trockenwäldern mit sonnenexponierten Felsen und Trockenrasen verzahnt sind.

Große Teile des Landschaftsraums sind besiedelt und deutlich durch die Nähe zum Ballungsraum Koblenz-Andernach-Neuwied beeinflusst. Mit Moselweiß auf einem sanften Gleithang und Güls an der Mündung des Schleider Bachs bilden zwei weinbaulich geprägte Haufendörfer die Siedlungsflächen. Güls hat sich weit auf die Talhänge und in das Nebental ausgedehnt. Im Norden ragt Metternich, das mit Koblenz zu einer geschlossenen Siedlungsfläche zusammengewachsen ist, bis in die Einheit.

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Weinbergsterrassen S. Thees
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