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Großlandschaft Mittelrheingebiet
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Agrarlandschaften
291.231 Niedermaifelder Terrasse
Es handelt sich um eine Moselterrasse, die ein nahezu ebenes Plateau bildet und nur durch wenige randliche und tief eingeschnittene Talkerben zum Moseltal im Osten – hier insbesondere durch das Talsystem des Schrumpfbachs – und zum Elztal im Süden modelliert ist.

Der Landschaftsraum stellt einen Teil der alten Kulturlandschaft des Maifeldes dar. Die fruchtbaren lössbedeckten Böden werden mit wenigen Ausnahmen traditionell ackerbaulich genutzt. Grünland beschränkt sich auf kleinere Restflächen im Bereich von Quellmulden und um Siedlungen. Im Rahmen der Intensivierung in der Landwirtschaft wurden historische Nutzungsformen wie die typischen Streuobstgürtel um die Orte weitgehend in Ackerflächen umgewandelt oder durch Siedlungserweiterungen beansprucht.
Münstermaifeld S. Thees
Die Niedermaifelder Terrasse ist nahezu waldfrei. Die wenigen Waldareale erstrecken sich bandartig entlang der Talflanken v.a. des Schrumpfbachs und seiner Nebentäler. Aufgrund der markanten Topografie und der relativ naturnahen Komplexe aus Laubwäldern mittlerer und trockener Standorte mit Trockenrasen und Felspartien, Niederwaldresten, Gebüschen, Bachauen und Wiesen hebt sich dieser Teilbereich deutlich von der umgebenden Agrarlandschaft ab. Darüber hinaus leiten kleinere Waldbestände südlich Wierschem zum Elztal über.
Talhänge mit Trockenrasen und Streuobst S. Thees
Die Orte sind im Bereich von Bachursprungsmulden angesiedelt und haben ihren Charakter als bäuerlich geprägte Straßen- und Haufendörfer bis heute bewahrt. Neben einzelnen Mühlen im Tal des Schrumpfbachs stellen die Höfesiedlungen typische historische Siedlungselemente dar. Dabei handelt es sich um zwei oder mehrere Einzelhöfe inmitten der Agrarflur, deren Ursprung bereits in der mittelalterlichen Besiedlung liegt.