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Großlandschaft Mittelrheingebiet
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Agrarlandschaften
291.232 Niedermaifelder Höhe
Die Einheit bildet ein sanft gewelltes Hügelland, das nur im Südosten durch den Taleinschnitt des Keberbachs stärker reliefiert ist. Seine Quellbäche entspringen in der ackerbaulich genutzten Flur nördlich von Lonnig und bilden dort sanfte Muldentälchen. Südlich des Ortes gräbt sich der Lauf schnell in den Untergrund ein und bildet ein steilwandiges und windungsreiches Kerbtal. Nördlich von Lonnig hat der Abbau von Ton kleinflächig zu Reliefveränderungen geführt.

Der Landschaftsraum ist vom Ackerbau geprägt. Grünland ist in der landwirtschaftlichen Flur nur auf Restflächen im Bereich der feuchten Quellmulden und entlang der Bachläufe sowie an steileren Randbereichen der Täler erhalten. Ehemals landschaftsprägende Streuobstbestände auf Magergrünland und entlang von Wegen und Straßen sind nahezu vollständig verschwunden. Insbesondere südlich und südöstlich von Lonnig ist die landwirtschaftliche Flur aber durch zahlreiche kleinflächige Strauchbestände, die sich meist entlang steilerer Hangabschnitte durch Verbuschung entwickelt haben, gegliedert.
Landschaft bei Lonnig S. Thees
Bewaldet sind nur die steilen Kerbtalhänge, da sie keine andere Nutzung zulassen. Standortgerechte Laubwälder mit Trockenwaldanteilen sind zwar z.T. durch Nadelholzaufforstungen ersetzt. Da der Waldanteil aber insgesamt sehr gering ist, wird der Landschaftscharakter davon nicht maßgeblich beeinflusst. Spuren kulturhistorischer Bewirtschaftung sind an den Talhängen in Form von einzelnen Niederwäldern erhalten.

Den einzigen Ort auf der Niedermaifelder Höher stellt Lonnig dar, das seinen dörflichen Charakter weitgehend bewahrt hat.