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Großlandschaft Mittelrheingebiet
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Agrarlandschaften
291.24 Obermaifeld
Die Hochflächenlandschaft des Obermaifelds leitet von der östlichen Hocheifel zum rund 100 m tiefer liegenden mittelrheinischen Becken über. Mehrere radial zu Nette, Nothbach und Elz entwässernde kleine Bäche in Muldentälern verleihen dem Landschaftsraum ein flachwelliges Relief. Im Nordosten quert die Nette auf kurzer Strecke das Obermaifeld in einem tief eingeschnittenen Talzug.

Die offene Agrarlandschaft bestimmt traditionell den Landschaftscharakter mit ausgedehnten Ackerflächen auf fruchtbaren Lössböden, die nur vereinzelt von Grünlandresten in Bachursprungsmulden und – niederungen, um Siedlungen und an steilen Rändern von Trockenkuppen (Obergein, Sammetzkopf) unterbrochen sind. Die ehemals ausgedehnten und landschaftsprägenden Streuobstgürtel der Dörfer und Obstreihen an Weg und Straßenrändern sind nur vereinzelt in Restbeständen erhalten.
Rohrbachtal bei Mayen T. Weber
Die einzigen zusammenhängenden Waldflächen erstrecken sich entlang der Talhänge des Nettetals. Ihr hoher Anteil an Laubhölzern und der naturnahe Gewässercharakter der Nette verleihen diesem Teilraum einen naturbetonten Charakter, der damit im Gegensatz zum stark anthropogen geprägten und intensiv genutzten Teil des übrigen Obermaifelds steht.

Das historische Siedlungsbild kennzeichnen ehemals bäuerlich geprägte Straßen- und Haufendörfer, die in den Quellmulden angesiedelt sind. Der Weiler Cond und einige Aussiedlerhöfe sind erst nach dem 2. Weltkrieg entstanden.
Agrarlandschaft bei Kehrig T. Weber