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Großlandschaft Mittelrheingebiet
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Agrarlandschaften
291.30 Dieblicherberg-Terrasse
Die Einheit umfasst ein Plateau der Mosel-Hauptterrasse, das von einem weiten Talmäander der Mosel eingefasst ist. Der nördliche Teil ist wenig gegliedert und steigt allmählich gegen den Waldescher Rheinhunsrück an. Die lössbedeckten Böden stellen fruchbare Ackerstandorte dar, die intensiv bewirtschaftet werden. An den Oberhangbereichen markieren Streuobstbestände als Reste einer früher verbreiteten Nutzung den Übergang zu den steilen Moseltalhängen. Im Umfeld der Ortslage von Dieblich-Berg wurden sie durch Obstplantagen abgelöst.
Feldflur auf der Dieblicher Terrasse S. Thees
Der südliche Teil, wo der Asperler Bach mit seinen Nebenbächen das Plateau in einzelne Terrassenreste mit dazwischen liegenden Kerbtälern zerschnitten haben, besitzt ein bewegteres Relief. Er ist in den Tälern durch einen hohen Anteil standorttypischer Laubwälder mit Trockenwäldern, Gesteinshaldenwäldern und Felsen an den Hängen und naturnahen Quellbereichen und Bachläufen in der schmalen Aue geprägt. Ehemals niederwaldartig genutzte Komplexe in den Tälern dieses Bachsystems spiegeln die historische Waldnutzung wider.
Feldflur mit Obstbeständen bei Dieblich Berg S. Thees
Die waldfreien Terrassenreste im Südteil des Landschaftsraums sind landwirtschaftlich genutzt, wobei die steiler werdenden Oberhänge von Grünland, im Übergang zum Moseltal auch von verbuschten Weinbergsbrachen eingenommen werden. Hervorzuheben ist vor allem ein artenreicher verbuschter Magerwiesenbestand östlich Oberfell als Zeuge früherer extensiver Nutzungsweisen.

Dieblich-Berg ist neben fünf Einzelhöfen die einzige Siedlung auf der Dieblicher Terrasse.