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Großlandschaft Westerwald
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offenlandbetonte-Mosaiklandschaft
322.0 Westerwälder Basalthochfläche
Die Westerwälder Basalthochfläche liegt auf etwa 550 m ü.NN mit einzelnen Erhebungen bis über 650 m ü.NN, unter ihnen die höchsten des Westerwaldes: Fuchskaute 656 m ü.NN, Altenberg 651 m ü.NN. Die Basalthochfläche ist die Kernfläche des Hohen Westerwaldes.

Charakteristisch sind weiche Formen und ein sanftes Relief. Die eigentliche Hochfläche wird durch zahlreiche flach eingesenkte Talmulden gegliedert. Im Norden haben sich Nebenflüsse von Nister, Daadenbach und Heller stärker eingetieft, was zu einer spornartigen Auflösung der Basaltdecke führt. Rheinland-Pfalz hat an der Basalthochfläche den überwiegenden Anteil. Der Ostteil gehört zu Hessen, ein kleiner Randbereich im Nordosten zu Nordrhein- Westfalen.
Blick vom Schellenberger Berg auf den Hohen Westerwald B. Ullrich
Die Hauptgewässer Nister, Schwarze Nister und Kleine Nister sind in wesentlichen Abschnitten naturnah. Ihre Quellbäche sind allerdings meist im Zuge der Entwässerung von Feuchtgebieten reguliert worden. Im Osten der Hochfläche befindet sich die Krombachtalsperre. Eine weitere Talsperre von Anfang des 19. Jahrhunderts ist der Breitenbacher Weiher nordöstlich von Rennerod. Typisch für die Gegend ist die große Zahl von kleineren Teichen und Weihern in den Bachniederungen und Quellmulden.
Wacholderheide bei Rennerod B. Ullrich
Während die Hochfläche früher als waldarm beschrieben wurde, weist sie heute einen Waldanteil von etwa 40% auf. Dieser Waldzuwachs ist zu einem wesentlichen Teil auf die Aufforstung von Huteweiden zurückzuführen. Da hierbei überwiegend Fichte aufgeforstet wurde, dominieren heute Nadelforsten in den Waldflächen des Landschaftsraums. Trotz dieser Entwicklung präsentiert sich die Landschaft immer noch sehr abwechslungsreich und mosaikartig, weil die Waldbestände mit wenigen Ausnahmen eher kleinflächig gestreut sind.

In den offenen Bereichen herrscht Grünland vor. Infolge der umfangreichen Aufforstungen sind die früher typischen Verzahnungen mit Huteweiden und Heideflächen ebenso wie mit Streuobstwiesen nur noch selten gegeben. Ein großer Wacholderheidebestand ist in einem Naturschutzgebiet bei Rennerod erhalten. Häufiger und in größeren Beständen sind extensiv genutzte Magerwiesen, Feucht- und Nasswiesen vorzufinden. Ackerbau ist aufgrund des feuchtkühlen Klimas der Höhenlage und der schweren, oft staunassen Böden nur von untergeordneter Bedeutung.