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Großlandschaft Westerwald
Informationen zur Großlandschaft
Leitbild, Ziele, Maßnahmen
Waldlandschaften
324.4 Rhein-Wied-Rücken
Zwischen Rhein und Wied ragt ein firstartiger Quarzitrücken mit Höhen von 300 bis 400 m auf, der an den Flanken durch bis zu 200 m tiefe Täler zerschnitten ist. Auf dem Sockel des Grundgebirges erheben sich vereinzelt vulkanische Kuppen. Diese Kuppen dienten zum Teil dem Basaltabbau, in dessen Folge in zwei Steinbrüchen Abgrabungsgewässer entstanden.
Wallbachtal bei Girgenrath T. Weber
Die sehr naturnahen Bäche entwässern in steilen und schmalen Kerbtälern und Kerbsohlentälern zum Rhein und zur Wied. Kuppen und tiefe Taleinschnitte bewirken eine starke Bewegung im Relief.

Der Landschaftsraum ist überwiegend bewaldet und weist einen hohen Laubholzanteil auf. Extrem steile Hänge in Rheinseitentälern sind durch Felstrockenwald geprägt.
Felstrockenwald in einem Rheinseitental bei Rheinbrohl T. Weber
Das Waldgebiet wird im Süden durch einzelne kleinere Rodungsinseln gegliedert. Im Norden ist es stärker aufgelichtet. Die waldfreien Bereiche werden überwiegend als Grünland genutzt. Nur im Umfeld von St. Katharinen dominiert Ackerland. Streuobstbestände sind selten und vor allem im Süden vorhanden.

Der Landschaftsraum ist sehr dünn besiedelt mit St. Katharinen als einziger größerer Ortschaft und einigen Weilern und Höfen. Von kulturhistorischem Interesse sind Spuren des römischen Limes, der im Südwesten des Landschaftsraums verlief.