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Großlandschaft Westerwald
Informationen zur Großlandschaft
Leitbild, Ziele, Maßnahmen
offenlandbetonte-Mosaiklandschaft
324.81 Altenkirchener Hochfläche
Die Altenkirchener Hochfläche stellt zusammen mit der westlich anschließenden Asbacher Hochfläche das unterste, nordwestlich vorgelagerte Stockwerk des Westerwaldes dar. Es handelt sich insgesamt um eine Hochmulde auf 280 bis 330 m ü.NN, die sich durch deutliche Anstiege zu den östlich und südlich anschließenden Landschaftsräumen abhebt.

Im Unterschied zur stark durch Täler zerschnittenen Asbacher Hochfläche präsentiert sich dieser Landschaftsraum als flachhügelige bis wellige Hochfläche mit breiten und sanften Talmulden und verschiedentlichen Talweitungen. Die im Norden und Osten noch überwiegend flachen Täler tiefen sich nach Süden und Westen hin zunehmend ein.

Mit Ausnahme des zur Sieg fließenden Irsenbachs im äußersten Nordwesten entwässert das Gebiet zur Wied als dem größten Gewässer des Landschaftsraums. Die Wied und der Holzbach sind auf längeren Strecken naturnah ausgeprägt. Im Norden und Westen sind die Gewässer jedoch zu hohem Anteil ausgebaut. Um Wied und Hachenburg wurden schon vor 1940 staunasse Wiesengebiete systematisch entwässert.

Im Landschaftsraum liegen einige aufgegebene Abbauflächen von Basalt, Quarzit und Ton. Im Beroder Wald befindet sich eine Gruppe wassergefüllter Steinbrüche.
Landschaft bei Reuffelbach B. Ullrich
Die Hochmulde präsentiert sich als offene Landschaft. Grünland ist in den Bachniederungen und Bachursprungsmulden verbreitet. Eine Besonderheit sind die großflächigen Feuchtwiesen im breiten Talboden der Wied oberhalb Neitersen. Das Offenland außerhalb der Bachniederungen ist aufgelöst in ein kleinteiliges Mosaik aus Acker- und Grünlandparzellen. Insgesamt liegt ein ausgewogenes Acker- Grünland-Verhältnis vor.
Holzbachtal mit Burg Reichenstein B. Ullrich
Wald prägt vor allem die Rücken zwischen den Bachniederungen. Im Westen und Süden bilden Wälder größere, meist lineare Komplexe zwischen den tiefer eingeschnittenen Tälern. Im Osten und Norden tritt Wald eher kleinflächig und inselhaft auf. Das größte Waldgebiet des Landschaftsraums liegt südwestlich von Welkenbach auf einem massigen Quarzitrücken. Örtlich auf den Kuppen und entlang der Täler sind Niederwälder erhalten.

Die Besiedlung des Landschaftsraumes erfolgte auf den Hochflächen und entlang der Talhänge, insbesondere der Wied, mit einer Vielzahl von Haufendörfern. Die meisten Ortschaften haben ihren bäuerlich geprägten Charakter im Kern gewahrt. Altenkirchen als zentraler Ort der Gegend ist hingegen kleinstädtisch geprägt.

Historisch bedeutsam ist die Burgruine Reichenstein über dem Holzbachtal.