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Großlandschaft Bergisch-Sauerländisches Gebirge
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Waldlandschaften
331.30 Nördliches Hellerbergland
Das Kastental der namengebenden Heller trennt das Nördliche Hellerbergland vom südlichen Teil. Es liegt etwa zu gleichen Teilen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen.

Es handelt sich um ein von Westen nach Osten niedriger und reliefärmer werdendes Bergland mit Höhen bis 517 m ü.NN (Windhahn). Kleine Basaltkuppen betonen die Gipfelpartien auf den breiten Grauwackenrücken. Das Bergland ist an den Flanken zum Siegtal und Hellertal durch kurze, steile Talkerben gekennzeichnet.
Hellertal bei Herdorf B. Ullrich
Die flachgründigen und steinigen Böden der Bergrücken und Talflanken sind fast flächendeckend bewaldet. Nur drei kleinere Rodungsinseln um die Siedlungen Herkersdorf, Offhausen und Dermbach sind waldfrei. Außerdem gliedert das Imhäuser Tal als Wiesental mit einzelnen Feuchtwiesenbeständen das Waldgebiet. Wiesen mit teilweise extensiver Nutzung liegen an den Oberhanglagen zum Siegtal bei Kirchen.
Druidenstein B. Ullrich
In den Wäldern ist das Verhältnis von Laub- zu Nadelholz ungefähr ausgeglichen, wobei Laubwälder auf den Talflanken vorherrschen und hier auch durch{pic_02_re} größere zusammenhängende Niederwaldbestände geprägt sind (sogenannte „Hauberge“), während die Höhen häufig von Fichtenforsten eingenommen werden. In den Wäldern sind mit dem Basaltkegel des Druidensteins und der Hohen Ley interessante Felsformationen zu bewundern.

Der Talraum der Heller ist dicht besiedelt. Hierzu hat die frühere Bedeutung des jahrhundertelangen Erzabbaus und der Erzverarbeitung beigetragen, worauf ehemalige Einrichtungen in den Tälern, wie Hammerwerke, Hütten, Mühlen, aber auch zahlreiche Stollen und Halden hinweisen. In kulturhistorischer Sicht ist die Burganlage Alsdorf zu erwähnen. Die unbebauten Abschnitte des Hellertals sind durch Wiesen geprägt.