Übersicht Großlandschaften Übersicht Landschaftsräume   Erläuterungen zu Fachbegriffen
zurück
Informationen zur Großlandschaft
Leitbild, Ziele, Maßnahmen

Stadtlandschaft
ST1 Stadtlandschaft Ludwigshafen – Frankenthal – Worms
Die Stadtlandschaft prägt wesentliche Teile der Rheinniederung und der Frankenthaler bzw. Wormser Terrasse. Traditionell war der Rand der Terrasse zur Rheinniederung ein bevorzugter Platz für Siedlungsgründungen, so auch der alten Reichsstadt Worms und der Stadt Frankenthal. Die Stadt Ludwigshafen hingegen entwickelte sich als vergleichsweise neue Stadtgründung zum Hafen- und Industriestandort. In diese Entwicklung wurden auch die umliegenden Dörfer und heutigen Stadtteile einbezogen. Nördlich des Hafens entstand der Industriekomplex der BASF, der mit einer Länge von ca. 7 km und einer Breite von bis zu 2 km eine Industriestadt in sich darstellt. Die Städte Ludwigshafen und Frankenthal sind heute zusammengewachsen.

Die Stadt Worms hat sich vorwiegend nach Westen und Norden entwickelt. Insbesondere im Norden entstand eine mehrere Kilometer lange Kette von Gewerbeflächen, die sich mit geringen Unterbrechungen bis Rheindürkheim fortsetzt. Zwischen Frankenthal und Worms liegt ein weitgehend unbebauter, durch naturnahe Auenlandschaft, aber auch landwirtschaftliche Produktionsflächen geprägter Teil der Rheinniederung. Auch im Siedlungskomplex Ludwigshafen/Frankenthal sind unbebaute Freiräume verblieben, vorzugsweise im Bereich ehemaliger Flussschlingen des Rheins, wie dies beim Maudacher Bruch deutlich zu sehen ist.

Von kulturhistorischem Interesse sind die Altstadtkerne von Worms (mit Dom) und Frankenthal. Das Stadtbild von Ludwigshafen wird hingegen im Kern von den Hafenanlagen, Hochhausbebauung, Hochstraßen und dem Hauptbahnhof geprägt. Die Industriestadt der BASF ist bereits von weitem, insbesondere bei Nacht aufgrund der Beleuchtung, eindrucksvoll. Die größte innerstädtische Grünanlage ist der Friedrich-Ebert-Park.

Entwicklungsziele (Schwerpunkte) und Maßnahmen:

• Sicherung und Entwicklung des Rheinufers und – soweit möglich - der Aue als einer Hauptachse des Freiflächensystems und gestalterische Leitstruktur;

• Sicherung der verbliebenen, unbebauten Landschaftsbereiche in der Rheinniederung, insbesondere in ehemaligen alten Flussschlingen (v.a. Maudacher Bruch, südlich Oppau, Tierpark und Bürgerweide südlich Worms), und naturbetonte Gestaltung;

• Entwicklung durchgängiger Grünachsen entlang der Bäche: Pfrimm, Altbach, Isenach/Mörschbach;

• Entwicklung weiterer durchgängiger Grünachsen zwischen Rheinufer, den zusammenhängenden unbebauten Räumen der Rheinniederung und der Terrasse unter Ausnutzung noch unbebaut gebliebener Flächenpotenziale;

• Einbindung der vorgenannten Maßnahmen in das Gesamtkonzept des Landschaftsparks Rhein-Neckar-Pfalz.

Ludwigshafen - Rheinansicht B. Ullrich