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Informationen zur Großlandschaft
Leitbild, Ziele, Maßnahmen

Stadtlandschaft
ST3 Stadtlandschaft Koblenz – Neuwied – Andernach
Der Siedlungsraum Koblenz-Neuwied-Andernach umfasst wesentliche Teile der Neuwieder Rheintalniederung und der Lahnsteiner Pforte sowie der östlich angrenzenden Landschaftsräume. Die Städte und Siedlungen Koblenz, Lahnstein, Bendorf, Neuwied und Andernach nehmen große Flächenanteile ein. Die Urbanisierung hat auch die kleineren Orte im Landschaftsraum erfasst, so dass sich beiderseits des Rheins Siedlungsbänder entlang der Hauptverkehrsachsen entwickelt haben.

Die Stadtlandschaft wird einerseits durch Hochhausbebauung, Industriebauten, großflächige Bahnanlagen und zahlreiche Hauptverkehrsstraßen, Hochstraßen und Brücken sowie das Kernkraftwerk Mülheim-Kärlich geprägt. Andererseits bietet sie aber auch mit historischer Bausubstanz wie der Festung Ehrenbreitstein, den Schlössern Koblenz, Neuwied und Engers, mit den Uferpromenaden am Rhein und an der Moselmündung am bekannten „Deutschen Eck“ und mit ansprechenden Ortsbildern (z.B. Weitersburg) reizvolle Erlebnismomente.

Als größerer zusammenhängender Landschaftskomplex in der Niederung blieb der Bereich Urmitz-St.Sebastian-Niederwerth erhalten.

Entwicklungsziele (Schwerpunkte)und Maßnahmen:

• Sicherung und Entwicklung des Rheinufers und der erhaltenen Auen sowie der Ufer von Mosel und Lahn als Hauptachsen des Freiflächensystems und gestalterische Leitstrukturen;

• Sicherung des Bereichs Urmitz- St.Sebastian-Niederwerth als landschaftlich geprägter Teilbereich der Neuwieder Rheintalniederung vor weiterer baulicher Verdichtung;

• Sicherung von noch bestehenden Grünzäsuren zwischen den Ortslagen und Vermeidung einer weiteren baulichen Verdichtung in Abschnitten, in denen die Siedlungsbänder noch relativ schmal sind;

• Sicherung bzw. Entwicklung von Grünachsen entlang der Nebengewässer, möglichst unter Einbeziehung der gesamten Taleinschnitte, zur Gliederung des Landschafts- bzw. Stadtbildes und zur Freiraumvernetzung zwischen Kernsiedlungen und landschaftlichem Umfeld in den Nachbarräumen: v.a. Wied, Saynbach, Ferbach, Mallendarer Bach, Mühlenbach, Nette, Bubenbach (hier Revitalisierung);

• Besonders linksrheinisch Entwicklung ansprechend gestalteter, gewässerunabhängiger Grünverbindungen zwischen Rhein und dem landschaftlichen Umfeld;

• Freihaltung steiler, landschaftsprägender Hanglagen von Bebauung;

Altstadt von Koblenz und Deutsches Eck S. Thees